Rahamim Mizrachi
Rahamim kommt aus einer kurdisch - jüdischen
Familie, die nach der Gründung des Staates Israel Syrien verlassen musste.
Anneliese Debray begegnete ihm in Israel. Rahamim wollte nach Deutschland,
"weil hier alles so schlimm war für die Juden", er wollte sogar eine
deutsche Frau heiraten: "Die Juden haben immer fremde Frauen geheiratet". 1981
versuchte Dieter Kittlauß für Rahamim eine Aufenthalts- und
Arbeitserlaubnis zu bekommen. Aber dieses Unterfangen war schon mehr als
kühn. Doch dann passierte ein Wunder. Die Ausländerbehörde: Wenn
das Arbeitsamt zustimmt, dann werden wir die Aufenthaltsgenehmigung geben. Das
Arbeitsamt: Wenn die Ausländerbehörde die Genehmigung gibt, werden
wir die Arbeitserlaubnis geben. Als dann die Ausländerbehörde
glaubte, dass das Arbeitsamt und das Arbeitsamt glaubte, dass die
Ausländerbehörde zustimmen würde, war es nur noch eine Frage der
Koordinierung. Es war wie ene typisch jüdische Geschichte. So kam nach dem
Holocaust wieder ein Jude nach Bendorf. Rahamim war zuständig für
Ordnung und Sauberkeit des ganzen Geländes. Dieter Kittlauß: "
Er war eigentlich wie mein Bruder. Ich werde es nie vergessen, wie er von Sayn
mit der Schubkarre Natursteine in das HDH brachte". Rahamim hatte mit seiner
Familie in Israel große Probleme. Er fand keine Frau und zeugte keine
Kinder. So trieb es ihn in die Welt. Bendorf wurde seine glücklichste
Zeit. Das HDH hat ihm viel zu verdanken.
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